Mrz 16, 2014
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Gartenblogs im Trend

Bis vor wenigen Jahren wurden Kleingärtner oft belächelt – es gibt ja alles zu kaufen, warum also mit viel Mühe im Garten eigenes Obst, Gemüse oder Kräuter zu ziehen? Doch im Zuge des gestiegenen Gesundheits- und Ernährungsbewusstseins verzeichnet die Zahl der Nutzgärten wieder deutliche Zuwachsraten. 2009 machte dieser Trend von sich reden, als Michelle Obama, First Lady der USA, ihrerselbst ein Rasenstück direkt neben dem Weißén Haus in einen Bionutzgarten verwandelte – eine richtungsweisende Geste im rasenbessenen Nordamerika. Passend dazu verzeichnet das Internet eine steigende Popularität von Gartenblogs und Gartenportalen.

2007 brachte eine Suche nach “Gartenblog” im deutschprachigen Internet 44.000 Resultate, 2010 waren 86.000, 2014 sind es über 200.000. Dieser Trend ist keineswegs lokal, wie der Global Garden Report von Kairos Future aus Stockholm zeigt. Die Agentur analysierte 1,4 Millionen Blogposts und Kommentare aus 13 Ländern und konstatierte auch in Schwellenmärkten wie Polen, Südafrika, Brasilien oder China ein wachsendes Interesse am eigenen Garten. Der weltweit stärkste Trend, so die Studie, sind Küchen- und Biogärten, auch in Deutschland.

Zu den bemerkenswertesten Nebeneffekten des Gartenbloggens im klassischen Kleingartenland Deutschland gehört, dass der vermehrte kreative Austausch in Blogs, Foren, Portalen und sozialen Netzwerken für Mut zur Individualität sorgt und so dem traditionellen Hang zum gärtnerischen Wettrüsten mit den Grundstücksnachbarn einen Dämpfer versetzt. Immer mehr Menschen finden Gefallen an der Idee, in ihrem Garten mehr als nur eine Liegefläche zu sehen. Man denkt funktioneller und nachhaltiger, man informiert sich über Anbaumethoden und Pestizide, findet körperlichen und seelischen Ausgleich bei der Gartenarbeit und wird mit günstigerem und gesünderem Obst und Gemüse belohnt.

Blockhaus

Die Gartenwelle rollt wieder. Gartenzwerge sind auf dem Rückzug, Vogelhäuser und Konfitürenrezepte auf dem Vormarsch. Kommerzielle Portale ziehen nach und bieten werthaltigere Tipps. Saisonspezifische Inhalte nehmen zu und neue Nischen wie Wellnessgarten, Wildnisgarten oder künstlerischer Garten bilden und differenzieren sich. Dass die Deutschen ihren Gärten wieder näher kommen, so nah wie seit den 1950er Jahren nicht mehr, zeigen auch steigende Tendenzen bei Gartenhäusern, Kochgelegenheiten und Terrassenheizungen.

Wer über keinen eigenen Garten verfügt, pachtet sich eine Parzelle in einer Kleingartensiedlung und bloggt mit. Und selbst ein begrenzte Angebot an Gartenflächen in manchen Stadten kann die neue deutsche Gartenwelle nicht bremsen, wie das Kultphänomen des sogenannten “Guerilla Gardening” auf öffentlichen Flächen (natürlich gepowert aus dem Internet) beweist.

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